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Du bist Espresso-Fan oder trinkst gerne Milchgetränke mit Espresso? Du bist stolzer Besitzer einer Siebträgermaschine oder überlegst dir in Kürze eine zu kaufen? Super, dann bist du hier genau richtig, denn wir möchten dich mit in die Welt der Espresso Zubereitung nehmen und dir einfache Tipps mit an die Hand geben, damit du auch zuhause leckeren Espresso zubereiten und genießen kannst!

espresso zubereiten - espressobezug

Bild: Espressobezug mit einer Siebträgermaschine

 

Du hast nur 1 Minute Zeit, willst aber trotzdem wissen wie du richtig guten Espresso zubereiten kannst?

Dann haben wir für dich hier die wichtigsten 7 Tipps für die Espresso Zubereitung im Schnelldurchlauf!

1: Verwende unbedingt gute Kaffeebohnen & mahle diese frisch

Die Qualität der Kaffeebohnen entscheidet über den Geschmack deines Espresso. Achte deshalb auf eine gute Qualität und mahle vor jeder Zubereitung frisch. Hier findest du beispielsweise unsere Bohnen, die wir für Espresso empfehlen.

2. Auf gutes Wasser kommt es an

Das richtige Wasser ist nicht nur entscheidend für einen guten Geschmack, sondern vor allem auch für die Langlebigkeit deiner Espressomaschine. Dabei sollte das Wasser nicht zu hart sein.

3. Espresso-Tasse & Siebträger vorwärmen

Durch das Vorwärmen der Tasse sorgst du dafür, dass der Espresso nicht zu schnell abkühlt. Noch wichtiger ist es, dass der Siebträger beim Erwärmen der Maschine unbedingt eingespannt sein sollte. Ist der Siebträger nicht heiß genug, wirkt sich das auf den Geschmack deines Espresso aus.

4. Espresso zubereiten gelingt mit dem richtigen Kaffee zu Wasser Verhältnis

Das übliche Kaffee – Wasser – Verhältnis für Espresso liegt bei 1:2. Je nach verwendeten Kaffeebohnen kann das aber auch stark variieren.

5. Achte auf das richtige Tampen

Nicht die Kraft beim Tampen ist entscheidend, sondern vor allem der gleichmäßige Druck und die richtige Verdichtung des Kaffeemehls im Sieb.

6. Der richtige Mahlgrad & die Brühzeit sind der Schlüssel bei der Espresso Zubereitung

Durch die Einstellungen am Mahlgrad wird die Brühzeit & somit der Geschmack maßgeblich beeinflusst. Für Espresso ist der Mahlgrad generell sehr fein im Vergleich zur Zubereitung von Filterkaffee. Ein Richtwert für die ideale Brühzeit liegt bei ca. 20 bis 30 Sekunden. Jedoch kann auch das je nach Kaffeebohne variieren.

7. Vor dem Trinken Umrühren nicht vergessen

Ist die Zubereitung gelungen sollte der Espresso in der Tasse mit einem kleinen Löffel umgerührt werden. Das sorgt für einen ausgewogenen Geschmack.

Zusatztipp: Reinige deine Espressomaschine & die Mühle regelmäßig

Hört sich eigentlich banal an, jedoch wird es häufig nicht oder sehr unregelmäßig gemacht. Aufgrund der Öle und Fette, welche die Kaffeebohnen enthalten ist die Reinigung der Mühle und der Maschine wichtig. Werden Mühle und Maschine nicht regelmäßig gereinigt, schmeckt der Espresso schnell ranzig.

 

Espresso zubereiten: 7 einfache Tipps

Unser Tipp Nr. 1: Verwende unbedingt gute Kaffeebohnen & mahle diese frisch

Gibst du schlechte Qualität rein, kannst du auch keinen guten Geschmack erwarten. Wir empfehlen dir auf Kaffeebohnen zu achten, welche in einem schonenden Trommelröstverfahren geröstet werden. Im Gegensatz zu 0815-Kaffee, wie du ihn häufig im Supermarkt findest, werden die Bohnen im Trommelröster bei niedrigeren Temperaturen und in längerer Zeit geröstet. Dadurch entfalten sich die Aromen und die Kaffeebohnen sind gleichmäßig durchröstet.

Wenn du neu in der Espresso-Welt bist empfehlen wir dir außerdem zuerst einmal mit etwas dunkler gerösteten Bohnen zu starten. Dunklere und klassischere Röstungen sind für den Anfang einfacher bei der richtigen Einstellung & schmecken tendenziell schokoladiger. Dunkel sollte in diesem Fall aber keineswegs bedeuten, dass die Kaffeebohnen verbrannt und lediglich nach Röstaromen schmecken. Hier erfährst du weitere Tipps bei der Auswahl deiner Kaffeebohnen!

Hast du dich für die passenden Kaffeebohnen entschieden, ist es wichtig diese auch vor jeder Zubereitung frisch zu mahlen. Ohne Kaffeemühle und frisches Mahlen brauchst du mit dem Zubereiten von Espresso nicht loslegen! Das hat konkret zwei wichtige Gründe:

  1. Wird Kaffee gemahlen gekauft hat dieser den Großteil seiner Aromen bereits verloren! Das ist enorm schade, denn genau diese Aromen machen einen leckeren Kaffee aus.
  2. Mit der Kaffeemühle stellst du den individuellen Mahlgrad ein. Dieser variiert je nach verwendeter Kaffeebohne. Dazu kommen wir aber im späteren Verlauf des Artikels nochmal.

Du siehst: mit diesem Tipp Nr. 1 legst du den Grundstein, um leckeren Espresso zubereiten zu können!

 

2. Auf gutes Wasser kommt es an

Hast du gewusst, dass Kaffee zu knapp 99% aus Wasser besteht? Bei Espresso ist der Anteil von Wasser zwar etwas geringer, trotzdem hat Wasser einen sehr hohen Einfluss, wenn du Espresso zubereiten möchtest! Auf der einen Seite beeinflusst das verwendete Wasser den Geschmack des Espresso. Zum anderen kannst du aber auch die Langlebigkeit deiner Espressomaschine durch die Verwendung des richtigen Wassers deutlich erhöhen.

Das richtige Wasser für den perfekten Espresso sollte aufjedenfall nicht zu hart sein. Die Härte wird durch die sogenannte deutsche Härte klassifiziert. Alles über einer deutschen Härte von 8°d ist für die Zubereitung von Espresso & Kaffee weniger von Vorteil. Hartes Wasser führt eher zu einem flacheren Geschmack. Ist das Wasser eher Weich, werden die Säuren deutlich mehr betont.

Zu hartes Wasser führt nicht zur zu schlechterem Geschmack sondern auch dazu, dass die Espressomaschine schneller verkalkt. Da die Anschaffung einer Siebträgermaschine meist eine größere Investition darstellt, möchte man natürlich auch so lange wie möglich Freude damit haben. Unsere Tipps für weicheres Wasser sind folgende:

  1. Verwendung eines Filters. Hier gibt es verschiedene Hersteller, welche u.a. Tischfilter herstellen. Bei Tischfilter sollte man aber generell darauf achten, dass sich keine Keime etc. bilden.
  2. Verwendung von weichem und stillem Mineralwasser. Hier können wir das Black Forest natürliche Mineralwasser empfehlen.

Welche der zwei Möglichkeiten für dich in Frage kommen, solltest du selbst einmal überlegen. Wir empfehlen allerdings eher die Option 2, die Verwendung von weichem Mineralwasser.

 

3. Espresso-Tasse & Siebträger vorwärmen

Kalter Kaffee soll zwar schön machen, besser schmeckt Espresso aber, wenn er warm ist! Deshalb sollte die Espressotasse auch immer vorgewärmt werden. Dies gelingt entweder auf der Siebträgermaschine (mit der Öffnung nach oben) oder indem du heißes Wasser in die Tasse laufen lässt und dieses kurz vor der Zubereitung wieder ausleerst. Tassenwärmer gibt es ebenfalls, brauchen tut man dies aber wohl eher nicht.

Eine warme Tasse bringt aber nichts, wenn der Espresso durch den Siebträger/das Sieb abgekühlt wird. Deshalb ist es enorm wichtig, dass du den Siebträger beim Aufwärmen deiner Espressomaschine eingespannt hast, damit dieser auch richtig warm wird. Ein kalter Siebträger/kaltes Sieb hat zur Folge, dass die Brühtemperatur sinkt und der Espresso dadurch schnell sauer schmeckt. Denn eine zu niedrige Temperatur führt dazu, dass vor allem die Säure aus den Kaffeebohnen gelöst wird.

 

4. Espresso zubereiten gelingt mit dem richtigen Kaffee zu Wasser Verhältnis

Die übliche Brew-Ratio (das Verhältnis von Kaffee zu Wasser) für Espresso wird meist mit 1:2 angegeben. Diese Angabe ist allerdings lediglich ein Richtwert. Sinnvoll ist es meist, mit diesem Verhältnis bei der Einstellung neuer Bohnen zu starten. Eine Brew-Ratio von 1:2 bedeutet beispielhaft folgendes: Bei Verwendung von 16g Kaffeemehl ergibt das ein Espressogetränk von 32g. Je nach Kaffeebohne kannst du mit der Änderung der Brew-Ratio noch mehr aus dem Geschmack rausholen. Gerade bei helleren Röstungen macht oftmals eine Brew-Ratio von 1:2,5 oder sogar 1:3 Sinn. Hier geht es schlussendlich auch darum, was dir am besten schmeckt.

Um das Kaffee-Wasser-Verhältnis allerdings erst einzustellen und zu überprüfen, ist eine Waage notwendig. Gerade bei der Einstellung neuer Kaffeebohnen empfehlen wir dir eine Waage zu verwenden. Ich persönlich nutze die Waage jedoch bei jedem Espresso-Bezug. Dazu ist es zum einen wichtig, dass Kaffeemehl, welches in das Sieb gemahlen wird, zu wiegen. Zum anderen solltest du auch die Tasse bei der Espresso-Extraktion auf die Waage stellen. Die Waage sollte dabei auf eine Kommastelle genau wiegen.

 

5. Achte auf das richtige Tampen

Mit Tampen ist die Verdichtung des Kaffeemehls innerhalb des Siebes gemeint. Dabei ist es enorm wichtig, dass das Kaffeemehl gleichmäßig verdichtet wird. Ist dies nicht der Fall, sucht sich das Wasser bei der Zubereitung den schnellsten Weg durch den Kaffeepuck. Das führt dann dazu, dass der Kaffee nicht richtig extrahiert wird und alles andere als ausgewogen schmeckt. Dieses Phänomen wird im Kaffeekosmos auch Channeling genannt. Um das zu verhindern und eine gleichmäßige Extraktion zu erreichen, ist es wichtig, dass du folgende Punkte beachtest:

  1. Das Kaffeemehl schon vor dem Tampen leicht verdichten. Das gelingt über leichtes Klopfen des Siebträgers (z.B. auf die Tamping-Matte)
  2. Verstreiche das Kaffeemehl an der Oberfläche gleichmäßig (Lavelling)
  3. Achte darauf, dass du gerade tampst, so dass du an jeder Stelle des Kaffeepucks mit der gleichen Kraft drückst.
  4. Tampe jedes mal mit der gleichen Kraft. Es ist hierbei nicht notwendig, dass du mit maximaler Kraft drückst

Wenn du auf diese 4 Punkte achtest, sollte dem richtigen Tampen nichts mehr im Wege stehen 🙂

Bild: Verwendung des Tampers, um das Kaffeemehl zu verdichten

6. Der richtige Mahlgrad & die Brühzeit sind der Schlüssel bei der Espresso Zubereitung

Der Mahlgrad ist eine der wichtigsten Stellschrauben, wenn du Espresso zubereiten möchtest. Mit dem Mahlgrad steuerst du die Brühzeit & dadurch auch die Teilchen, die du aus dem Espresso löst. Am Anfang der Zubereitung werden vor allem Säuren aus den Kaffeebohnen gelöst. Mit zunehmender Brühzeit werden anschließend immer mehr Bitterstoffe extrahiert. Das Ziel für einen ausgewogenen Espresso ist die Balance zwischen der Säure und den Bitterstoffen.

Wird der Espresso etwas zu lange extrahiert kann das dann zu einem bitteren Geschmack führen. Analog dazu kann eine zu kurze Brühzeit dazu führen, dass dein Espresso dir zu sauer schmeckt. Schmeckt der Espresso zu sauer bzw. ist die Brühzeit zu kurz, solltest du den Mahlgrad etwas feiner stellen. Dadurch kann das Wasser nicht mehr so schnell durch das Sieb laufen & die Brühzeit wird sich verlängern. Als Richtwert kann eine Brühzeit zwischen 20 und 30 Sekunden angenommen werden. Es gibt aber natürlich auch Ausnahmen, wo eine Durchlaufzeit von z.B. über 30 Sekunden sinnvoll sein kann. Das hängt davon ab, welche Kaffeebohne du verwenden möchtest. Bei dunkleren Kaffeebohnen kann eine zu lange Brühzeit schneller dazu führen, dass dein Espresso bitter schmeckt. Hellere Röstungen hingegen schmecken bei einer zu kurzen Brühzeit oftmals zu sauer und sollten daher eher länger gebrüht werden.

Weitere Gründe für sauren Kaffee/Espresso und wie du dagegen vorgehen kannst findest du hier!

7. Vor dem Trinken Umrühren nicht vergessen

Die Crema auf dem Espresso sieht meist sehr schön aus und hat oftmals eine wunderbare Farbe und teilweise ein schickes Tigermuster. Wir empfehlen dir jedoch die Crema vor dem Trinken des Espresso zu zerstören! Ja, du hast richtig gehört, du solltest den Espresso unbedingt mit einem kleinen Löffel umrühren, damit sich die unterschiedlichen Schichten deines Lieblingsgetränks miteinander verbinden.

espresso zubereiten-umrühren

Bild: Espresso umrühren mit einem kleinen Löffel

Die Crema an sich schmeckt zudem eher bitter und garnicht wirklich lecker. Probiere es aus, du wirst den Unterschied im Geschmack deutlich schmecken!

 

Zusatztipp: Reinige deine Espressomaschine & die Mühle regelmäßig

Zu guter Letzt haben wir noch einen wichtigen Zusatztipp für dich. Wenn dein Espresso nach einer Zeit nicht mehr so lecker schmeckt und du teilweise einen leicht ranzigen Geschmack in der Tasse hast, wird es Zeit für die Reinigung deiner Espressomaschine & der Mühle! Kaffeebohnen enthalten Fette & Öle, welche sich in der Mühle und der Maschine über die Zeit ablagern. Wir empfehlen dir daher, dass du dein Equipment regelmäßig reinigst (mindestens einmal im Monat, besser noch öfter). Zudem solltest du deine Siebträgermaschine nach Gebrauch (am besten am Ende des Tages) rückspülen. Schau hierzu & auch zur Reinigung nochmals in die Bedienungsanleitung deiner Maschine.

Wir wünschen dir viel Spaß bei der Umsetzung der Tipps. Solltest du weitere Fragen haben, freuen wir uns auf dein Feedback.